Wartezeit im Abgasskandal: Jeder betroffene Österreicher verliert pro Jahr 1.260 Euro

Potsdam, Deutschland 28. April 2020 – Während die Halter von manipulierten VW-Fahrzeugen in zahlreichen Ländern für diesen Betrug entschädigt werden, ist die Rechtsdurchsetzung in Österreich schwieriger und dauert fortwährend an. Durch die Wartezeit verliert jeder betroffene Fahrzeughalter aus Österreich mit jedem Jahr jedoch 1.260 Euro pro Fahrzeug. Zu diesem Ergebnis kommt die deutsche Kanzlei Goldenstein & Partner, die Daten aus knapp 1.000 Gerichtsprozessen im Abgasskandal analysiert hat und für Österreicher in Stuttgart klagt. 

So wird die Entschädigung berechnet

In deutschen Gerichtsurteilen setzt sich die individuelle Entschädigungssumme jedes Klägers in der Regel aus dem ursprünglichen Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrene Strecke zusammen. Für Letztere ziehen die zuständigen Gerichte eine ungefähre maximale Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges heran und berechnen darauf basierend den Wertverlust aufgrund der bislang zurückgelegten Strecke. Im Schnitt gehen die Gerichte in ihren bisherigen Einschätzungen von einer maximalen Laufleistung in Höhe von 272.367 Kilometern pro Fahrzeug aus.

Jährlich verlieren die betroffenen Fahrzeuge mehr als fünf Prozent ihres Wertes

Laut der Österreichische Verbraucheranalyse legt ein durchschnittlicher PKW in Österreich jährlich 13.900 Kilometer zurück. Gemessen an der maximalen Laufleistung verlieren die betroffenen Fahrzeuge demnach rund 5,1 Prozent ihres Wertes pro Jahr. Bezogen auf den Kaufpreis in Höhe von 24.621 Euro, den die von Goldenstein & Partner vertretenen VW-Halter durchschnittlich für ihren PKW zahlten, resultiert das in einer jährlichen Wertminderung von 1.260 Euro pro Fahrzeug. Insgesamt verlieren die Fahrzeuge der 363.400 betroffenen VW-Halter aus Österreich demnach rund 456,6 Millionen Euro an Wert – und das jedes Jahr.

In Teilen könnte diese Summe zumindest durch den sog. Deliktzins in Höhe von vier Prozent pro Jahr ausgeglichen werden, den Volkswagen seinen geschädigten Kunden hin und wieder auszahlen muss. Gemessen an den betroffenen Österreichern, müsste VW demnach rund 358 Millionen Euro Deliktzins pro Jahr zahlen. Das sind dennoch 98,4 Millionen Euro weniger, als die betroffenen Fahrzeuge jährlich an Wert verlieren. 

Österreicher können in Stuttgart klagen

Für Österreicher hat die Kanzlei Goldenstein & Partner einen Weg gefunden, wie sie in Deutschland aktuell ihre rechtmäßige Entschädigung einklagen können. Dort herrscht spätestens nach dem nahenden Urteil am 5. Mai vor dem Bundesgerichtshof, für das die Kanzlei Goldenstein & Partner verantwortlich ist, Rechtsklarheit in dieser Sache. Sämtliche Experten gehen von einer verbraucherfreundlichen Entscheidung mit Signalwirkung für nachfolgende Urteile an deutschen Gerichten aus. 

Ermöglicht wird dieser Weg durch die am Abgasskandal beteiligte Robert Bosch AG, die ihren Sitz in Stuttgart hat. Wie 2015 bekannt wurde, hat das Unternehmen Millionen Motor- und Dosiersteuergeräte an VW geliefert, mit deren Software der Konzern die Manipulation in die Tat umsetzte. 2019 wurde das Unternehmen dafür mit einer Geldstrafe über 90 Millionen Euro belegt. Vom Abgasskandal betroffene Österreicher können daher auch gegen Bosch in Stuttgart vorgehen, wo die Gerichte bereits mehrfach verbraucherfreundlich urteilten. 

Claus Goldenstein, Inhaber der Kanzlei Goldenstein & Partner, kommentiert:

Während die Gerichte in Österreich noch zögerlich mit rechtskräftigen Urteilen agieren, gibt es in Deutschland etliche verbraucherfreundliche Urteile in dieser Sache und bald auch eine obergerichtliche Entscheidung. Vom Abgasskandal betroffene Österreicher sollten daher nicht weiter warten und in Stuttgart ihre Entschädigung einklagen. Andernfalls kostet sie das richtig Geld. Pro Jahr verlieren die betroffenen Fahrzeuge fast eine halbe Milliarde Euro an Wert.

Bei Goldenstein & Partner ist diese Klage ohne eigenes finanzielles Risiko möglich. In der Sache unterstützen die führenden Rechtsschutzversicherer Österreichs sowie ein Prozesskostenfinanzierer, der bei Bedarf sämtliche Kosten für Betroffene übernimmt. Im Schnitt setzen wir bei unseren Klagen im Abgasskandal 17.510 Euro pro Fahrzeug für unsere über 20.800 Mandanten durch. Betroffene Verbraucher beraten wir in der Erstbesprechung dazu kostenfrei.” 

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf www.goldenstein-partner.de können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen. 

Über Goldenstein & Partner

Goldenstein & Partner ist eine der führenden deutschen Rechtsanwaltskanzleien im Abgasskandal. Die Kanzlei vertritt insgesamt mehr als 20.800 Mandanten im Abgasskandal und hat unter anderem das erste klagestattgebende Urteil gegen VW an einem deutschen Oberlandesgericht erwirkt. Auf www.goldenstein-partner.de können geschädigte Kunden deutscher Autobauer kostenfrei prüfen, ob sie Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben und die Kanzlei mit der Durchsetzung ihrer Rechte beauftragen. Goldenstein & Partner hat seinen Sitz in Potsdam und beschäftigt derzeit mehr als 70 Mitarbeiter. Die Kanzlei wird von dem Rechtsanwalt Claus Goldenstein geleitet.