Urteil im Abgasskandal: VW will Bußgeld in Milliardenhöhe zahlen

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig verhängt im Dieselskandal ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro gegen VW. Der Konzern kündigt überraschend an, den Bußgeldbescheid zu akzeptieren und Schadenersatz an Betroffene zu zahlen.

Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen VW endet mit einem Milliarden-Bußgeldbescheid ©Skarie20/iStock.com

Im Verfahren gegen den deutschen Automobilkonzern Volkswagen AG (VW) hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig das Unternehmen am 13.06.2018 verurteilt. VW muss im Rahmen des Abgasskandals ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro zahlen. Das Unternehmen kündigte an, die Summe nach einer entsprechenden Prüfung zahlen zu wollen.

Im aktuellen Urteil hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig dem Volkswagen-Konzern eine Verletzung seiner Aufsichtspflicht vorgeworfen – vor allem in der Abteilung Aggregate/Entwicklung sowie bei der Fahrzeugprüfung. Von 2007 bis 2015 soll VW demnach ca. 11 Millionen Fahrzeuge weltweit mit einer unzulässigen Softwarefunktion auf den Markt gebracht haben. Damit hat der Konzern seine Aufsichtspflichten zum Schaden der Autokäufer verletzt.

Diesen Vorwurf hat das Gericht nun bestätigt und ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro verhängt. Diese Summe setzt sich aus dem gesetzlichen Höchstmaß von fünf Millionen Euro sowie der Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 995 Millionen Euro zusammen.

VW übernimmt Verantwortung nach Urteil zur Diesel-Affäre

VW verkündete, nach „eingehender Prüfung“ die Geldbuße voll zu akzeptieren. Es sei an der Zeit ein Zeichen zu setzen und Verantwortung im Dieselskandal zu übernehmen. Das Unternehmen zeigt sich damit im Rahmen des Dieselskandals überraschend einsichtig. Dieses Verfahren ist unabhängig von den Zivilklagen der Autokäufer gegen den Konzern. Hier können Geschädigte noch bis Ende des Jahres Ihre Ansprüche auf Schadenersatz geltend machen.

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