Rückrufe und drohende Stilllegung im VW-Abgasskandal

Nachdem die Abgasmanipulationen bekannt wurden, war in den Medien viel von „Hardware-Nachrüstung“, „Software-Updates“ ,„Stilllegungen“ zu lesen und die Empörung über die Manipulationen war zu Recht groß. Es folgten schließlich Rückrufaktionen durch das Kraftfahrt-Bundesamt, bei denen betroffene Fahrzeughalter aufgefordert wurden, auf Kosten des Herstellers ein Softwareupdate durchzuführen. Zuerst wurde ein Rückruf für die Dieselmotoren EA 189 angeordnet; hierauf folgten Rückrufe für die Fahrzeuge mit V6- und V8-Motoren (VW, AUDI, Porsche). Durch das Aufspielen einer neuen Software sollte der Ausstoß vom Stickstoffdioxid reguliert werden, damit die Fahrzeuge nicht nur auf dem Prüfstand, sondern unter normalen alltäglichen Bedingungen den Stickstoffdioxid-Grenzwert nicht überschreiten.

Allerdings berichtet eine Vielzahl von Verbrauchern, dass es zu verschiedenen Problemen durch das Update kommt. Die Probleme sind fast immer die Gleichen. Fast alle Mandanten berichten über einen erhöhten Dieselverbrauch. Außerdem stellen viele Leistungseinbrüche beim Anfahren oder beim Schalten in einen höheren Gang fest. Des Öfteren gibt es auch Probleme mit dem Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil). Das Abgasrückführungsventil reguliert, welche Menge Stickstoffdioxid in die Luft abgegeben wird. Aufgrund des Updates werden nun mehr Abgase und somit mehr Stickstoffdioxide zurück zum Motor geleitet. Das Abgasrückführungsventil weist oft einen höheren Verschleiß auf. Der Rußpartikelfilter wird zudem auch in Mitleidenschaft gezogen und die Folge ist, dass das Fahrzeug in die Werkstatt muss. Außerdem kann das Fahrzeug auch seine Geräusche verändern, so berichten es uns die Mandanten von einem „Nageln“ oder „klappert“. Schlussendlich ist für die meisten das Update nicht zufrieden stellend. Viele betroffene Mandanten haben es trotzdem aus Furcht vor der Stilllegung durchführen lassen, damit das Auto den gesetzlichen Standards entspricht.