04.
Jun 2020

Mit diesen Strafzahlungen wurde Volkswagen im Ausland belegt: Part 3: USA

Der größte Manipulationsskandal aller Zeiten kommt Volkswagen teuer zu stehen. Mehr als 30 Milliarden Euro an Rechtskosten und Strafen hat der Skandal um manipulierte Abgaswerte zahlreicher Dieselautos VW bereits gekostet – über 20 Milliarden fielen allein in den USA an. 

Volkswagen schätzte die Folgekosten zunächst auf 8 Milliarden Euro 

Im Land, in dem der Manipulationsskandal aufgedeckt wurde, musste Volkswagen auch das Gros der Strafzahlungen leisten. Nachdem der Konzern die Folgekosten zu Beginn des Skandals auf höchstens acht Milliarden Euro schätzte, wurde diese Zahl schnell nach oben korrigiert, als das US-Jusitzministerium eine Schadensersatzforderung von 46 Milliarden Dollar gegen die US-Holding von VW einreichte. In der Führungsetage in Wolfsburg taxierte man die Kosten daraufhin, im April 2016, auf 18 Millionen Euro.

Erste Einigungen kosteten VW 16 Millionen Dollar

Später im selben Monat gab der Konzern bekannt, dass eine Einigung mit Aufsichtsbehörde und Klägern erzielt wurde. Demnach verpflichtete sich VW, ein Rückkaufangebot für eine halbe Millionen PKWs in den Vereinigten Staaten zu unterbreiten. Zusätzlich verpflichtete sich der Autohersteller zu Zahlungen an einen Umwelt-Fonds und der Förderung von umweltfreundlichen Automobil-Technologien. 

Beschränkt war diese Einigung allerdings ausschließlich auf 2-Liter-Diesel-Fahrzeuge – Kostenpunkt: 15 Millionen Dollar. Im Dezember 2016 folgte die Einigung über die 80.000 VW-, Audi- und Porsche-Fahrzeuge mit 3-Liter-Dieselmotoren. Die Eigentümer erhielten Entschädigungen, die insgesamt auf etwa eine Milliarde US-Dollar geschätzt wurden.

2017 schien der Skandal in den USA beendet zu sein

Im Januar 2017 wurde eine zusätzliche Einigung von Volkswagen und den US-Aufsichtsbehörden bekannt gegeben. Volkswagen sollte weitere 4,3 Milliarden US-Dollar Strafen an die US-Behörden bezahlen. Analysten bewerteten dies trotzdem als gute Nachricht für Volkswagen, da der Dieselskandal in den USA, zumindest juristisch, eine Ende gefunden haben sollte. 

Niederlage vor dem US-Berufungsgericht eröffnet US-Dieselskandal erneut

Anfang diesen Monats erlitt VW eine Niederlage vor einem US-Berufungsgericht. Die Behörde entschied, dass sich das Unternehmen nicht vor Strafen aus den Staaten Utah und Florida schützen könne. Da beide US-Bezirke nun weitere Sanktionen verhängen dürfen, könnte das zu weiteren Bußgelder führen. Der Wolfsburger Konzern, der den Manipulationsskandal in den Vereinigten Staaten bereits abgehakt hatte, zeigte sich infolgedessen kämpferisch und kündigte an, sich verteidigen zu wollen – notfalls gehe man bis zum Obersten US-Gerichtshof, hieß es aus Unternehmungsführung. 

Nach Auffassung des Unternehmens stehe die Entscheidung im Konflikt zur bisherigen Rechtsprechung in den USA. Laut US-Richter Charles Breyer, der 2018 in erster Instanz zugunsten von VW entschieden hatte, könnten sich die Belastungen für das Unternehmen auf Basis der regionalen Bußgeldkataloge in den beiden Staaten potenziell auf weitere 11 Milliarden US- Dollar pro Jahr belaufen.

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf www.goldenstein-partner.de können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.

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