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08.Oct 2019

Hunderttausende Mercedes Benz-Sprinter sind wohl vom Abgasskandal betroffen

Der Autobauer Daimler muss sich wohl auf eine weitere Rückrufaktion gefasst machen: Wie die BILD am Sonntag berichtet, hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Ende September ein Anhörungsverfahren gegen Daimler eröffnet. Demnach besteht der dringende Verdacht, dass in rund 260.000 Mercedes Benz-Fahrzeugen der Baureihe Sprinter illegale Abschalteinrichtungen eingebaut worden sind.

Diese sorgen dafür, dass die Fahrzeug-Motoren im Testbetrieb deutlich niedrigere Abgaswerte vorgeben, als es im tatsächlichen Gebrauch der Fall ist. Konkret geht es um Transporter mit der Abgasnorm Euro 5, die im Jahr 2016 gebaut wurden. Allein in Deutschland sollen 100.000 dieser Fahrzeuge zugelassen worden sein.

Bislang ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt bereits den Rückruf von fast 700.000 Daimler-Fahrzeugen an – zuletzt im Juni. Damals handelte es sich um rund 60.000 SUVs der Baureihe GLK-220. Vor diesem Hintergrund hatte das KBA bereits erklärt, dass diese Abschalteinrichtungen vermutlich in weiteren Daimler-Fahrzeugen integriert seien und eine genaue Prüfung dessen folgen würde. Für die Baureihe Sprinter wurde diese Prüfung nun abgeschlossen.

Diese Rechte haben betroffene Fahrzeughalter
“Dass das Kraftfahrt-Bundesamt ein Anhörungsverfahren gegen Daimler eröffnet hat, lässt darauf schließen, dass das KBA eindeutige Beweise für die Nutzung von Abschalteinrichtungen in den betroffenen Fahrzeugen hat”, kommentiert Alexander Voigt, Rechtsanwalt von Goldenstein & Partner und führt fort:

“Die Halter der Sprinter sind davon ausgegangen, dass ihre Fahrzeuge die EU-Umweltrichtlinien erfüllen. Dies war nicht der Fall. Deshalb haben betroffene Personen die Möglichkeit, einen Schadensersatz von Daimler einzufordern, sobald ein Rückruf offiziell erfolgt. Wir von Goldenstein & Partner haben im Zusammenhang mit dem Dieselskandal bereits vielfach für andere Mercedes-Benz-Fahrzeuge Entschädigungen durchgesetzt, die über dem üblichen Marktwert liegen. Betroffene Fahrzeughalter können sich auf goldenstein-partner.de kostenfrei und unverbindlich registrieren und ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen.”

Zuletzt machte Daimler Ende September Schlagzeilen, weil die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Konzern ein Bußgeld in Höhe von 870 Millionen Euro aufgrund des Abgasskandals verhängt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Kraftfahrt-Bundesamt bereits für 684.000 Daimler-Fahrzeuge Rückrufbescheide erlassen. Diese Zahl könnte nun einmal mehr ansteigen.
 

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