06.
Feb 2020

Dieselskandal: Volkswagen zahlt mehrere Millionen US-Dollar an Kunden in Chile

Volkswagen hat sich im Abgasskandal mit knapp 5000 chilenischen VW-, Porsche-, Audi- und Skoda-Kunden auf einen Vergleich geeinigt. Insgesamt zahlt der deutsche Konzern fast drei Millionen US-Dollar an die chilenischen Halter von manipulierten Fahrzeugen sowie an zwei Organisationen.

Konkret werden die betroffenen Fahrzeughalter mit jeweils 500 US-Dollar entschädigt. Ihre Autos dürfen sie weiterhin fahren. Zudem zahlt Volkswagen insgesamt rund 370.000 US-Dollar an eine chilenische Universität und eine gemeinnützige Organisation aus dem südamerikanischen Land.

Seit 2015 musste Volkswagen Schäden in Milliardenhöhe begleichen

Bereits 2015 wurde öffentlich, dass Volkswagen in einigen Diesel-Modellen illegale Abschalteinrichtungen installiert hat. Dadurch wurde in Testsituationen ein geringerer Schadstoffausstoß vorgegeben, als es tatsächlich der Fall war.  In der Folge musste der Wolfsburger Konzern weltweit mehr als elf Millionen Autos zurückrufen. 

Seitdem hat der Konzern Entschädigungs- und Strafzahlungen in Milliardenhöhe getätigt. In den USA entschädigte der Wolfsburger Konzern beispielsweise sämtliche Halter der rund 350.000 betroffenen Fahrzeuge mit umgerechnet rund 6,8 Milliarden Euro. Das sind etwa 19.428 Euro pro Fahrzeug. Zuletzt wurde VW in Kanada und Polen jeweils zu Strafzahlungen in Millionenhöhe verdonnert.

Der Rechtsanwalt Claus Goldenstein sorgt mit seiner Kanzlei Goldenstein & Partner aktuell dafür, dass auch deutsche Halter von manipulierten Fahrzeugen endgültig Rechtssicherheit genießen. Seine Kanzlei ist für den ersten Fall verantwortlich, der vor der obersten juristischen Instanz in Deutschland verhandelt wird – dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Den Vergleich in Chile kommentiert er wie folgt: 

“In zahlreichen Ländern der Welt hat Volkswagen den Abgasskandal bereits aufgeräumt und seine Kunden entschädigt. In Deutschland hält sich der Konzern hingegen noch immer bedeckt und versucht alles, um der Auszahlung von rechtmäßigen Entschädigungen zu entgehen. Mit dieser Verschleierungstaktik wird jedoch ab dem 5. Mai 2020 Schluss sein. An diesem Tag werden wir den ersten Abgasskandal-Fall vor dem BGH verhandeln. Ein Urteil in der Sache ist noch am gleichen Tag zu erwarten und das wird für sämtliche deutschen Gerichte bindend sein.

Wir sind uns sicher, dass der Bundesgerichtshof unserer Argumentation folgen wird und Volkswagen der sittenwidrigen Handlung sowie des Betruges überführen wird. Nahezu alle Gerichte in Deutschland entscheiden in der Sache aktuell verbraucherfreundlich und wir haben schon für tausende Mandanten Entschädigungen durchgesetzt, die über dem Marktwert des jeweiligen Fahrzeuges liegen und nicht selten mehrere zehntausend Euro betragen. Betroffenen Fahrzeughaltern von VW und anderen Herstellern raten wir unbedingt dazu, ihre Rechte durchzusetzen.”

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf www.goldenstein-partner.de können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.