28.
Mrz 2020

Diesel-Fahrverbote: Diese Strafen erwarten Dieselfahrer in deutschen Städten

Weil die Luft in deutschen Städten sauberer werden muss, setzen erste deutsche Großstädte Diesel-Fahrverbote durch. Was Diesel-Besitzern bei falschem Verhalten für Strafen blühen, erfahren Sie im Folgenden:

Fahrverbote in Berlin

Seit letztem November sind acht stark befahrene Straßenabschnitte für Diesel-Fahrzeuge mit der Abgasnorm 1-5 illegal. Beim Ignorieren der Fahrverbote drohen Bußgelder in Höhe von 20 Euro für PKWs, 25 Euro für PKWs mit Anhänger und 75 Euro für LKWs. Vom Fahrverbot ausgenommen sind Anwohner, Pendler, Handwerker und Patienten dort ansässiger Ärzte. Zur Zeit prüft das Land Berlin 120 weitere Strecken-Abschnitte und plant eine Ausweitung der Fahrverbote auf einer Strecke von insgesamt 15 Kilometer.

Fahrverbote in Darmstadt

Die hessische Großstadt hat im Juni 2019 zwei Straßen für Diesel mit der Abgasnorm Euro 1-5 und Benziner der Klassen Euro 1 sowie 2 gesperrt. Bei Ungehorsam droht ein Bußgeld inkl. Verwaltungsgebühr von 108,50 Euro. Rettungswagen, die Müllabfuhr, Straßenreinigungszüge, örtliche Handwerker mit Genehmigung und nachgerüstete Fahrzeuge genießen Sonderrechte. Für Anwohner gibt es eine Übergangsregelung.

Fahrverbote in Hamburg

Bereits seit Juni 2018 hat die hat die Hansestadt diverse Straßenzüge für Kraftfahrzeuge der Diesel-Abgasnorm Euro 1/I bis 5/V für gesetzwidrig erklärt. Fahrzeughalter, die sich darüber hinwegsetzen, nehmen Bußgelder über 25 Euro für PKWs und 75 Euro für LKWs in Kauf Ausgenommen sind: Anwohner, Rettungsdienste und Gewerbetreibende.

Fahrverbote in Stuttgart

Die Stuttgarter Innenstadt ist seit Januar 2019 für auswärtige- und seit April 2019 für ansässige Fahrzeughalter der Diesel-Abgasnorm Euro 4 bzw. IV verboten. Abgesehen von Lieferanten, Rettungsdiensten und Menschen mit Behinderung drohen bei Verstoß Bußgelder inkl. Verwaltungsgebühr von 108,50 Euro. Die Stadt diskutiert aktuell über weitere Verschärfungen und Anpassungen.

Betroffene des Abgasskandal sind doppelt betroffen

Besonders leidig ist die Tatsache für die Geschädigten des Dieselskandals, denn ihre PKWs haben nach Bekanntwerden der Abgasmanipulationen durch VW und andere Hersteller massiv an Wert verloren. Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen durch die Fahrverbote in immer mehr deutschen Städten weiter sank. Die Betroffenen wurden durch die Schadstoff-Tricksereien also doppelt geschädigt, denn der erhöhte Stickoxid-Wert, der zu den Fahrverboten führte, ist unter anderem auch auf den Dieselskandal zurückzuführen. Aufgrund dieses Betruges und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf betroffene Fahrzeughalter, haben diese jedoch die Möglichkeit, sich rechtswirksam zu wehren.

Das sind die Rechte im Abgasskandal

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf www.goldenstein-partner.de können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.