10.
Nov 2020

Code ALA9: Porsche ruft den Cayenne zurück

Für viele Porsche-Halter ist es ein Schock: Unter dem Code ALA9 ruft der Stuttgarter Autobauer Tausende Porsche Cayenne-Fahrzeuge wegen des Abgasskandals zurück. In Online-Foren werden bereits die massiven Wertverluste der manipulierten Luxus-SUV thematisiert. Porsche entschädigt seine Kunden jedoch nicht von sich aus für den Skandal. Dennoch haben betroffene Cayenne-Besitzer Anspruch auf Schadensersatz.  

   

Porsche Cayenne überschreitet Schadstoff-Grenzwerte massiv 

Zurückgerufen wurden Porsche Cayenne-Fahrzeuge aus den Baujahren 2013 bis 2018. Die PS-starken SUV mit V8-Motor enthalten eine illegale Abschalteinrichtung. Diese sorgt dafür, dass die Fahrzeuge unerlaubt viele Schadstoffe ausstoßen. Für den Straßenbetrieb wurden die Porsche-Fahrzeuge nur zugelassen, da sie während offizieller Tests eine sauberen Abgasreinigung vorgetäuscht haben. Messungen der Deutschen Umwelthilfe haben jedoch ergeben, dass die SUV der Abgasnorm Euro 5 teilweise das Zwölffache der erlaubten Stickoxid-Menge ausstoßen.  

 

Software-Update für betroffene Fahrzeuge: Das sind die Folgen 

Nun sollen die betroffenen Fahrzeuge durch ein Software-Update endlich sauber gemacht werden. Die Entwicklung dieses Updates hat rund zwei Jahre gedauert, denn tatsächlich hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Rückruf der SUVs bereits im Spätsommer 2018 angeordnet.   

  

Ein Software-Update ist jedoch kein harmloser Eingriff: Im Rahmen des Dieselskandals wurden weltweit bei mehreren Millionen Fahrzeugen diverse freiwillige und verpflichtende Software-Updates installiert. Nicht wenige Fahrzeughalter klagten im Anschluss über Motorstörungen sowie einen erhöhten Kraftstoffverbrauch. Oft treten Folgeschäden am Fahrzeug zudem erst nach mehreren Monaten oder Jahren auf.  Das verpflichtende Software-Update können Porsche-Besitzer jedoch nicht verweigern. In diesem Fall dürfte das Fahrzeug nicht länger genutzt werden. 

  

Porsche-Dieselskandal: Das rät ein Rechtsexperte 

“Porsche steht für luxuriöse, gut motorisierte Fahrzeuge von höchster Qualität. Diesem Ruf ist Porsche im Rahmen des Abgasskandals nicht gerecht geworden – auf Kosten der eigenen Kunden. Wer einen manipulierten Porsche besitzt, hat jedoch Anspruch auf Schadensersatz. So ist es möglich, das manipulierte Fahrzeug an Porsche zurückzugeben. Dafür erhalten betroffene Fahrzeug-Besitzer eine Entschädigung, die sich an dem ursprünglichen Kaufpreis orientiert”, erklärt der Rechtsanwalt Claus Goldenstein. Mit seiner Kanzlei, Goldenstein & Partner, vertritt er insgesamt 22.000 Mandanten im Abgasskandal. Goldenstein ergänzt:  

  

“Wer sein Fahrzeug behalten möchte, hat dennoch Anspruch auf Schadensersatz. In diesem Fall ist es möglich, den Wertverlust aufgrund des Skandals in Form einer finanziellen Entschädigung geltend zu machen. Auf diesem Weg erhalten Porsche-Halter in der Regel 20 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises. Aufgrund der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten sind das nicht selten mehrere Zehntausend Euro. Wir von Goldenstein & Partner unterstützen bereits zahlreiche Porsche-Halter erfolgreich bei der Durchsetzung ihrer Rechte und stehen diesbezüglich gern für eine kostenfreie Rechtsberatung zur Verfügung.”  

  

BGH-Urteil sorgt für Rechtssicherheit     

Für die Halter manipulierter Diesel-Fahrzeuge herrscht seit diesem Jahr Rechtssicherheit. Am 25. Mai 2020 erwirkte die Kanzlei Goldenstein & Partner das erste Bundesgerichtshof-Urteil im Dieselskandal. Seitdem ist in Deutschland endgültig geklärt, dass betroffene Fahrzeughalter ihre illegal manipulierten Diesel-PKW an den jeweiligen Hersteller zurückgeben können und dafür Schadensersatz erhalten.  

   

So setzen sich die Dieselskandal-Entschädigungen zusammen   

Die jeweilige Entschädigungssumme im Dieselskandal setzt sich aus dem ursprünglichen Kaufpreis des Fahrzeuges abzüglich einer Nutzungsentschädigung zusammen. Letztere ist abhängig von der individuellen Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges. Darüber hinaus erhalten die betroffenen Kläger ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen, die die Entschädigungssumme erhöhen 

 

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